Lichtsteuerung

Der Baustein Lichtsteuerung ermöglicht die Steuerung und Bedienung von Beleuchtungen in einem Raum oder Bereich.
Dabei wird sowohl das Schalten oder Dimmen, als auch Farblicht und Leuchtmittel mit verschiedenen Schnittstellen unterstützt.

Die unterschiedlichen Beleuchtungen lassen sich damit nach Wunsch einstellen, und jede beliebige Kombination als Lichtstimmung speichern.

In Verbindung mit Präsenzmeldern oder Bewegungsmeldern sowie Helligkeitssensoren, sorgt der Baustein für die automatische Steuerung der Beleuchtung.

Die Bedienung erfolgt neben der Loxone App durch die mittlere Taste eines Loxone Touch nach Tastenstandard, oder durch konventionelle Taster.

Zu den umfangreichen Möglichkeiten einer Lichtsteuerung finden Sie Inspirationen und Anwendungsbeispiele auf unserer Website.

Inhaltsverzeichnis


Eingänge

Kürzel Kurzbeschreibung Beschreibung Einheit Wertebereich
I1-4 Trigger 1-4 für Dimmer bzw. Schalteingang für Leuchten - -
+ Trigger nächste Stimmung Nächste Stimmung - -
- Trigger vorige Stimmung Vorige Stimmung - -
AIs Stimmung Auswahl der Stimmung mit der zugewiesenen ID - 0...89
R Reset Reset, aktiviert Stimmung Alles Aus - -
T5/1-8 Der erste Klick wählt die zugewiesene Stimmung aus, jeder weitere schaltet auf die nächste Stimmung.
Wenn 30sec lang kein weiterer Impuls erfolgt, wird bei einem erneuten Klick wieder die zugewiesene Stimmung gewählt.
Ein Langzeitklick mischt je nach Konfiguration die Stimmung ein oder wechselt auf die nächste konfigurierte Stimmung.
Ein Doppelklick schaltet alles aus und liefert Impuls auf RQ.
Ein Dreifachklick schaltet alles aus und liefert Impuls auf RaQ.
- -
DisP Bewegungsmelder- und Präsenzeingänge deaktivieren Verhindert das automatische Einschalten einer Lichtstimmung durch Präsenz (P) oder Bewegung (Mv). Hat keinen Einfluss auf die automatische Lichtabschaltung mit Parameter MT. - -
Mv Bewegungsmeldereingang Aktiviert die konfigurierte Lichtstimmung für Bewegung/Präsenz. Beleuchtung wird nach fallender Flanke am Eingang Mv und Ablauf der Nachlaufzeit (TH) wieder abgeschaltet.
Wird in der Zwischenzeit die Beleuchtung manuell bedient, wird erst nach Ablauf von Parameter MT abgeschaltet.
- -
O Ein Alles EIN
aktiviert Stimmung Viel Licht
ist diese Stimmung nicht konfiguriert werden alle Ausgänge mit der Helligkeit von Parameter Ba eingeschaltet
- -
A Alarm Alarmeingang
Wenn ein, dann blinken alle Lichter. Die Helligkeit wird über den Parameter Ba eingestellt, die Ein-Aus-Dauer kann mit dem Parameter Ta vorgegeben werden
- -
Bu Wecker Weckereingang
Zugewiesene Weckerstimmung mit Fadingzeit Tb aktivieren. Fading setzt die Verwendung von Smartaktoren voraus.
ist keine Weckerstimmung konfiguriert wird Stimmung Alles ein verwendet
- -
AIb Aktuelle Helligkeit Aktuelle Helligkeit
Überschreitet die aktuelle Helligkeit (AIb) den Grenzwert (T), wird die Bewegungsmelderstimmung nicht aktiviert
lux 0...∞
Dis Disable Kindersicherung – sperrt alle Eingänge, aber nicht die Visualisierung
Bewegungsmeldereingänge werden nicht gesperrt
- -
P Präsenzeingang Aktiviert die konfigurierte Lichtstimmung für Bewegung/Präsenz. Beleuchtung bleibt aktiv, solange der Melder Präsenz liefert.
Wird in der Zwischenzeit die Beleuchtung manuell bedient, wird nach Präsenzende erst nach Ablauf von Parameter MT abgeschaltet.
- -
RtD Auf Bausteinvorlage zurücksetzen Setzt Parameter und Einstellungen des Bausteins auf die Standardwerte laut Bausteinvorlage zurück. Nur bei Verwendung einer Bausteinvorlage möglich! - -
AIBr Master-Helligkeit Setzt die Helligkeit aller Ausgänge auf einen Wert Relativ zum Eingangswert. Der Verstärkungsfaktor ergibt sich aus dem Verhältnis von Masterhelligkeit zum Ausgangswert je Lichtkreis. z.B. Masterhelligkeit=20%, Helligkeit des Lichtkreises=40%: die Helligkeit des Lichtkreises ist immer das doppelte der Master-Helligkeit. -




Ausgänge

Kürzel Beschreibung Wertebereich
AQ1-18 Ausgang für Lichtkreis 1-18
Je nach Aktortyp verwendbar.
-
AQs Analoger Ausgang für aktive Stimmung
0: Aus
99: Viel Licht
-1: Benutzerdefinierte Stimmung
-3: Mehrere eingemischte Stimmungen
-3...99
RQ Reset der Lichtstimmung
Wird mit Doppelklick/Dreifachklick auf lichtbeeinflussenden Eingang oder Reset aktiviert
-
RaQ Reset der Stimmung 3-fach Impuls -




Parameter

Kürzel Kurzbeschreibung Beschreibung Einheit Wertebereich Standardwert
Rem Remanenzeingang Remanenzeingang: Wenn aktiv, behält der Baustein seinen letzten Zustand nach einem Miniserver-Neustart. - - 0
Tdc Doppelklickzeit Doppelklickzeit bei Eingangsimpuls s 0...∞ 0,35
SI Schrittweite Dimmer Schrittweite Dimmer % 0...100 2
ST Schrittzeit Dimmer Schrittzeit Dimmer
Zeitabstand in dem der Ausgangswert mit Schrittweite angepasst wird
s 0...∞ 0,2
Min Minimum Wert Minimumwert Dimmer (0 bis 50%) % 0...50 0
Max Maximum Wert Maximumwert Dimmer (50 bis 100%) % 50...100 100
W Auf/Ab-Modus Auf/Ab-Modus Dimmer (Aus = Stop bei Maximum/Minimum) - - 0
L Letzten Wert nicht setzen Letzten Dimmerwert nicht setzen (Aus = Kurzer Klick setzt letzten Wert, wenn ausgeschaltet) - - 0
TH Nachlaufzeit Bewegung Nachlaufzeit zur automatischen Abschaltung der Beleuchtung nach Aktivierung durch Bewegungsmelder (Mv Eingang). Jeder Impuls an Mv startet diese Zeit erneut.
Wirkt sich nicht auf Präsenzeingang aus. Durch Wert 0 wird die Abschaltung deaktiviert.
Falls MT kürzer eingestellt ist, so gilt MT.
s 0...∞ 900
Ti Deaktivierungszeit Bewegungsmelder Nach dem manuellen Abschalten der Beleuchtung wird der Bewegungsmeldereingang (Mv) für diese Zeit deaktiviert.
Jeder Impuls an Mv startet die Zeit erneut und verlängert damit die Deaktivierung.
Um die Melder wieder freizuschalten, darf für die eingestellte Dauer keine Bewegung im Raum sein.
Durch den Wert 0 wird diese Funktion deaktiviert.
Bei Verwendung des Präsenzeingangs wird der Wert automatisch auf 0 gesetzt, die Funktion ist aber dennoch vorhanden. Der Präsenzeingang wird dabei nach Präsenzende wieder aktiviert.
s 0...∞ 300
MS Alternative Stimmung bei Bewegung Über diesen Parameter kann die ID einer alternativen Stimmung zum Einschalten der Beleuchtung bei Bewegung vorgegeben werden.
Diese Stimmung wird nur eingeschaltet, wenn bei Bewegung/Präsenzbeginn die Beleuchtung Aus ist. (ID=0)
Beim Wert 0 gilt die im Reiter Automatik festgelegte Einstellung der Stimmung für Bewegung, ansonsten wird diese übersteuert.
Sollte keine Stimmung mit der vorgegebenen ID vorhanden sein, so gilt ebenfalls die im Reiter Automatik festgelegte Stimmung.
- 0
MT Nachlaufzeit manuelle Bedienung Nachlaufzeit zur automatischen Abschaltung der Beleuchtung durch die Melder auch nach manueller Bedienung.
Die Zeit läuft erst nach Ende von Bewegung/Präsenz ab. Durch Wert 0 wird die Abschaltung deaktiviert.
Wenn keine Bewegung/Präsenz erkannt wird, erfolgt keine Abschaltung.
s 0...∞ 3600
Ra Alternative Bedienung I1-I4 wenn RGB RGB-Bedienung I1 bis I4 (Ein = Kurzer Tastendruck bedeutet Grundfarben durchschalten,
langer Tastendruck bedeutet Helligkeit verändern)
- - 0
Ta Dauer Alarmperiode Dauer Periode Ein/Aus, Beispiel 2s, 1s Ein/ 1s Aus s 0...∞ 4
Tb Fadingzeit Wecker Fadingzeit in Minuten beim Aktivieren der Weckerstimmung
Hat nur Auswirkung bei unterstützten Geräten bei Verwendung von Smartaktoren
min 0...60 3
T Grenzwert Helligkeit Grenzwert Helligkeit
Überschreitet die aktuelle Helligkeit (AIb) den Grenzwert (T), wird die Bewegungsmelderstimmung bei Bewegung nicht aktiviert
lux 0...∞ 30
Tm Zeit Stimmung einmischen Zeit Stimmung einmischen
Dauer Tastendruck zum Mischen einer zusätzlichen Stimmung über Eingänge T5/1-T5/8
Wert 0 Deaktiviert diese Funktion
s 0...∞ 1
Tf Fadingzeit Fadingzeit bis 100% beim Wechsel von Stimmungen.
Hat nur Auswirkung bei unterstützten Geräten bei Verwendung von Smartaktoren
s 0...1800 1
Ba Maximalhelligkeit Alarm / Viel Licht Maximalwert Alarm
Ist Alarm aktiv, schalten die Ausgänge zwischen 0 und [Maximalwert Alarm]
Ist Eingang O aktiv schalten Alle Ausgänge auf diesen Wert wenn keine entsprechende Stimmung konfiguriert ist
% 10...100 50




Eigenschaften

Kurzbeschreibung Beschreibung Standardwert
Stimmungen Stimmungen und Betriebsmodi verwalten -




Beispielprogrammierung

Das folgende Beispiel zeigt eine Grundprogrammierung des Bausteins:

Am Baustein wird am Eingang T5/1 ein Loxone Touch zur Bedienung verbunden. Am Eingang P wird ein Präsenzmelder verbunden. Zusätzlich erhält der Baustein an AIb den Helligkeitswert vom Präsenzmelder.

An den Ausgängen des Bausteins können die verschiedenen Aktoren bzw. Lichtkreise angeschlossen werden. Das obige Beispiel zeigt einige Möglichkeiten:
Mit Q1 wird eine einfache Leuchte über einen Relaiskontakt geschaltet.
Über AQ1 wird eine dimmbare Leuchte gesteuert.
Der SMA Aktor steuert einen LED Streifen über einen RGBW Dimmer und lässt so die Einstellung von Farblicht zu.
Der LG Aktor bildet eine Beleuchtungsgruppe von mehreren Leuchten, die ausschließlich gemeinsam angesteuert werden.

Mit dem Präsenzbaustein werden mehrere Präsenzmelder oder Bewegungsmelder und weitere Geräte kombiniert, und zusammen für die Präsenzerfassung verwendet.
Der Präsenzbaustein wird dann an den Eingang P der Lichtsteuerung verbunden:


Lichtkreise

Durch einen Doppelklick auf den Baustein gelangen Sie zu den Einstellungsmöglichkeiten der Lichtkreise.
Hier werden die Bezeichnungen für die einzelnen Beleuchtungen festgelegt, welche dann in der Visualisierung verwendet werden.
Der Aktortyp wird automatisch passend zum angeschlossenen Aktor übernommen.

Einstellungen des Aktortyps:

Schalter

Dimmer 0-100%

Dimmer 0-10V

Dimmer 1-10V

RGB

Lumitech

Smart Aktor


Stimmungen

Unter den Tab Stimmungen den Sie über einen Doppelklick auf die Lichtsteuerung erreichen, haben Sie die Möglichkeit verschiedene Lichtstimmungen zu erstellen. Es können bis zu 89 Lichtstimmungen angelegt werden. Diese werden über den Eingang "Als" angesteuert Insgesamt 8 Stimmungen können mit einem Loxone Touch T5 Eingang verbunden werden. Zudem können hier auch der Eingang "Bu" für den Lichtwecker und "O" sowie "R" zugeordnet werden.

Einmischen von Lichtstimmungen: Durch einen standardmäßig 1 sekündigen Klick mischen Sie die Stimmung die dem jeweiligen T5 Eingang zugeordnet ist, der aktuell aktiven Stimmung bei. Ist der Haken bei "Mix" gesetzt, mischen Sie die Stimmungen, die dem jeweiligen T5 Eingang zugeordnet ist, mit einem einfachen Klick. Wird ein Ausgang von zwei Lichtstimmungen verwendet, hat die höchste Helligkeit des Ausganges Vorrang.


Automatik bei Präsenz/Bewegung

Im Tab „Automatik“ legen Sie fest, welche Stimmung zu welchem Betriebsmodus bei Präsenz/Bewegung aktiviert werden soll. Über die Pfeiltasten lassen sich die einzelnen Betriebsmodi priorisieren.

Über die Spalte „Aktion“ legen Sie fest, ob und unter welchen Bedingungen der Wechsel zu einer bestimmten Stimmung bei Präsenz/Bewegung erfolgen soll. Folgende Aktionen stehen zur Verfügung:

- Wechsel zu wenn „Alles aus“: Stimmung wird nur aktiviert, wenn aktuell kein Licht eingeschaltet ist.

- Einmischen: Stimmung wird zur aktuell aktiven Stimmung eingemischt und nach Ende der Präsenz/Bewegung wieder ausgemischt.

- Wechsel zu: Die Stimmung wird bei Bewegung/Präsenz aktiviert wenn kein Licht eingeschaltet ist oder die aktuelle Stimmung durch Bewegung/Präsenz aktiviert wurde


Präsenzeingänge

Die Eingänge T5/1-8 können als Präsenzeingänge konfiguriert werden, indem bei einer Stimmung der Haken bei Präsenzeingang gesetzt wird. Der Eingangsname ändert sich dadurch auf P/1-P/8

Wird ein T5-Eingang als Präsenzeingang verwendet, wird die zugeordnete Stimmung bei Aktivierung des Eingangs eingemischt und wieder ausgemischt, sobald der Eingang auf AUS geht.

Die jeweilige Stimmung ist nicht abhängig von aktuell aktiven Betriebsmodi, sondern ist immer die dem Eingang zugeordnete Stimmung.

Im Gegensatz zum Bewegungsmeldereingang (MV) hat der Parameter Ausschaltverzögerung (TH) der Lichtsteuerung keinen Einfluss auf die Präsenz! Die Stimmung bleibt bei Präsenz so lange aktiv, solange der Präsenzeingang auch auf EIN ist.

Einmischen der Stimmung über Präsenzeingänge ist deaktiviert, wenn der Eingang DisP aktiv ist oder die Mindesthelligkeit am Eingang AIb überschritten wurde.

Wurde die Stimmung nach Aktivierung über Präsenz manuell verändert, wird das Licht nach Ablauf der Zeit MT abgeschaltet, sobald keine Bewegungs- oder Präsenzeingänge mehr aktiv sind.