Energiemanager

Anwendung

Durch den Programmbaustein Energiemanager kann die aktuell produzierte Energie perfekt eingesetzt werden.

Sie können mit dem Baustein bis zu 12 Verbraucher mit verschiedenen Prioritäten ansteuern. Wird also mehr Strom produziert, als gerade verbraucht wird, werden die Verbraucher automatisch eingeschaltet.

Der Energiemanager arbeitet die Liste nach der Höhe des Anschlusswerts ab. Ist Überschuss vorhanden, so wird versucht – beim kleinsten Anschlusswert beginnend – so viele Geräte wie möglich einzuschalten.

Es kann natürlich sein, dass zum Beispiel die Waschmaschine sofort starten soll, weil Sie die Wäsche noch am selben Tag brauchen. Mit den Trigger Eingängen könne Sie die Prioritäten kurzzeitig ändern und somit einen Verbraucher sofort einschalten.

Diese Dokumentation bezieht sich auf den Energiemanager in Loxone Config 6.4. In Loxone Config 7 steht der Energiemanager nicht zur Verfügung, da dieser einer Überarbeitung unterzogen wird. Bis die überarbeitete Version zur Verfügung steht empfehlen wir Ihnen die gewünschte Funktionalität mit den vorhandenen Bausteinen (wie zB. Energiemonitor, Status und Logiken) zu realisieren.

 

Grundprogrammierung

Damit der Energiemanager seine Arbeit verrichten kann, muss er wissen, wie viel Strom gerade produziert, beziehungsweise verbraucht wird.

Darum wird an den Eingang AIp die aktuelle Leistung übergeben. Wenn gerade mehr Leistung produziert als verbraucht wird (also eingespeist wird), ist die Leistung negativ, bei Bezug ist die Leitung positiv.

Anschließend verbinden Sie die Verbraucher an die digitalen Ausgänge des Programmbausteines (Q1-Q12). Natürlich könne Sie hier auch noch weitere Logik programmieren.

Wenn Sie einen Verbraucher auch manuell, zum Beispiel per Tastendruck starten möchten, verbinden Sie den digitalen Eingang auf den jeweiligen Trigger Eingang (Tr1-Tr12).

energymanager_basics

Machen Sie nun einen Doppelklick auf den Energiemanager Baustein, um ins Bearbeitungsfenster zu gelangen.

Hier geben Sie nun für alle verwendeten Ausgänge (jedes angeschlossene Gerät) folgende Informationen an:

BezeichnungName des Verbrauchers
Aktivierungsdauer (in Sekunden)Zeit, die zur Einstellung oder Vorbereitung des Verbrauchers dient (zB Waschprogrammauswahl bei der Waschmaschine)
Min. Einschaltdauer
(in Minuten)
Zeit, die der Verbraucher nach mindestens eingeschaltet bleiben muss
Min. Ausschaltdauer
(in Minuten)
Zeit, die der Verbraucher ausgeschalten bleiben muss, bevor dieser wieder eingeschaltet wird (zum Beispiel bei Pumpen)
Min. Einschaltdauer/Tag
(in Minuten)
Zeit, die der Verbraucher pro Tag mindestens eingeschaltet sein muss
Leistung
(in kW)
Nennleistung des Verbrauchers (am Typenschild oder in der Bedienungsanleitung ablesen)

 

energymanager_settings

Wenn Strom mithilfe der Sonne produziert wird (zum Beispiel Photovoltaik), dann muss die Checkbox „Produktionszeit nur bei Tageslicht“ aktiviert werden. Dadurch versucht der Energiemanager bereits nach Sonnenuntergang die möglicherweise nicht erreichte minimale Einschaltdauer pro Tag zu erreichen.

 

FUNKTIONSWEISE

Der Programmbaustein bekommt am Eingang AIp die aktuelle Leistung übergeben. Wenn gerade mehr Leistung produziert als verbraucht wird (also eingespeist wird), ist die Leistung negativ, bei Bezug ist die Leitung positiv.

Bei einer negativen Leistung am Eingang AIp versucht der Energiemanager die überschüssige Energie optimal einzusetzen. Es wird nun der Verbraucher mit der kleinsten Leistung aktiviert. Steht noch immer Energie zur Verfügung, werden noch weitere Verbraucher eingeschaltet.

Die Verbraucher bleiben mindestens so lange eingeschaltet, wie in Bearbeitungsfenster (Doppelklick auf Baustein) bei „Min. Einschaltdauer“ angegeben wurde. Nachdem der Verbraucher wieder ausgeschaltet wurde, bleibt er für die „Min. Ausschaltdauer“ ausgeschaltet. Der Zyklus wird mindestens so oft wiederholt, bis die minimale Einschaltdauer pro Tag („Min. Einschaltdauer/Tag“) erreicht wurde.

Wird den ganzen Tag kaum Energie produziert, sodass die minimale Einschaltdauer pro Tag nicht mit eigens produzierter Energie gedeckt werden kann, werden die Verbraucher rechtzeitig vor Mitternacht noch eingeschaltet, damit die minimale Einschaltdauer pro Tag erreicht wird.

Möchten Sie einen Verbraucher sofort einschalten, können Sie dies mit einem Impuls (kürzer als eine Sekunde) auf den jeweiligen Trigger Eingang (Tr1 – Tr12) auslösen. Der Ausgang wird dann für die minimale Einschaltdauer/Tag aktiviert, auch wenn momentan keine überschüssige Energie vorhanden ist.

Ist der Impuls länger als 1 Sekunde, wechselt der Energiemanager in den manuellen Modus. Der Ausgang wird nun so lange eingeschaltet, bis der Eingang Tr wieder auf 0 gesetzt wird.

Bei Verbrauchern die vor dem Einschalten noch vorbereitet oder konfiguriert werden müssen, können mit einer Aktivierungsdauer versehen werden.

Zum Beispiel bei der Waschmaschine:
Die Waschmaschine muss zuerst beladen und das Waschprogramm ausgewählt werden. Dazu wird die Aktivierungsdauer verwendet. Durch einen Impuls am Eingang Tr wird der Ausgang für die Aktivierungsdauer aktiviert. Sie können nun die Tür der Waschmaschine schließen, das gewünschte Waschprogramm auswählen und die Maschine starten. Ist gerade ein Überschuss vorhanden, so beginnt die Waschmaschine sofort und bleibt für die benötigte Zeit eingeschaltet. Wenn keine Überschüssige Energie vorhanden ist wird der Ausgang nach der Aktivierungsdauer wieder ausgeschaltet und gewartet, bis ein Energieüberschuss vorhanden ist.
Am Ausgang AQr wird die Restenergie als Analogwert ausgegeben, welcher an ein intelligentes Batteriesystem übertragen werden kann. Das Batteriesystem entscheidet dann selbst, ob zum Laden genug Energie zur Verfügung steht.

 

Beachten Sie bitte, dass der Energiemanager die Berechnung nur einmal pro Minute durchführt, um ein ständiges Ein- und Ausschalten zu vermeiden.

EINGÄNGE

AIpAnaloger Eingang aktuelle Produktionaktuelle Leistung die gerade produziert wird
AIbAnaloger Eingang Leistung Batterieaktuelle Leistung mit der die Batterie geladen wird
AItAnaloger Eingang Prioritätsauswahlnoch nicht implementiert
Tr1-12Digitaler EingangImpuls aktiviert den jeweiligen Ausgang, Langer Impuls schaltet den Ausgang Dauer Ein, beziehungsweise Aus
RResetschaltet alle Ausgänge aus

 

AUSGÄNGE

Q1-Q12Digitaler Ausgang Verbraucheran diese Ausgänge werden die Verbraucher verknüpft
AQrAnaloger Ausgang RestenergieGibt die aktuelle Restenergie an. Kann zum Laden einer intelligenten Batterie verwendet werden.