Sechs Fragen und Antworten zum Thema Einbruchschutz im Eigenheim

Krista Aumüller
3. Juli 2015 IN Know How

Das aktuelle Wetter stimmt den einen oder anderen schon ein auf seinen Sommerurlaub. Die Vorfreude steigt, es wird gepackt und ab in den Urlaub. Nicht nur Sie freuen sich auf die Urlaubssaison – auch Einbrecher.

Genau aus diesem Grund haben wir Kriminaloberkommissar Werner Höllrigl zum Thema Einbruchschutz befragt: “Wie wählen Einbrecher ihre Ziele aus? Wie gehen sie beim Einbruch vor? Wie kann man sich schützen?”. Diese Infos möchten wir Ihnen nicht vorenthalten und haben die Fakten und Tipps für mehr Sicherheit im eigenen Zuhause zusammengefasst.

Zahl der Einbrüche steigt weiter an

Gleich vorweg die schlechte Nachricht: Einbrechern wird es heute immer noch viel zu leicht gemacht, in Häuser einzudringen. Laut Kriminaloberkommissar Werner Höllrigl geschieht alle 3 Minuten in Deutschland ein Einbruch. Während die Zahlen in anderen Deliktsbereichen zurück gehen, steigen sie im Einbruchsbereich. So kam es 2014 beispielsweise in Bayern zu über 8.000 Fällen von Einbruch. Im Vergleich zum Vorjahr wurde eine Steigerung von 30 % verzeichnet. Die Schweiz belegt in den europäischen Einbruchstatistiken regelmässig eine traurige Spitzenposition.

Die gute Nachricht: Mit einem intelligenten Einbruchschutz können Sie vorbeugen. Das Loxone Smart Home schlägt mit eigens entwickelten Abwehrmechanismen ungebetene Gäste in die Flucht. Aber dazu später mehr.

1. Wie werden Objekte ausgewählt?

Jedes Haus, jede Wohnung,… kann zum Tatort werden. Welches Objekt letztendlich als Einbruchsziel ausgewählt wird, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • günstige Gelegenheiten: gekipptes Fenster, offen stehen gelassene Balkontür, herumliegende Aufstiegshilfen wie eine Leiter
  • geschützter “Arbeitsbereich”: Hecke im Garten als Sichtschutz, Kellertreppenabgang
  • Anwesenheit der Bewohner: Position der Rollläden, Fahrzeuge beim Haus, an der Tür klingeln und warten ob jemand öffnet
  • Lohnende Beute: herumliegende Wertgegenstände
  • gezielte oder unbedachte Hinweise von Informanten: Paketlieferant berichtet beim Stammtisch, Post von Urlaubsfotos in sozialen Netzwerken

Grundsätzlich gilt:

  1. Kein Objekt ist vor einem Einbruch bzw. Versuch sicher. Es gibt verschiedene Tätertypen, die mehr oder weniger organisiert und risikobereit sind.
  2. Einbrecher nehmen sich vieles, nur keine Zeit. Ist er nach drei bis fünf Minuten nicht erfolgreich, gibt er auf und sucht sich ein anderes Objekt.

2. Wann wird eingebrochen?

In der dunklen Jahreszeit und Urlaubssaison wird am meisten eingebrochen. Aber nicht wie viele vermuten spät nachts. 63 % aller Einbrüche passieren zwischen 14.00 und 22.00 Uhr. Die Einbruchszahlen sind ab 18.00 Uhr am höchsten.

3. Wo wird eingebrochen?

Bei den Schwachstellen des Eigenheims gilt es zu unterscheiden, ob man in einem Einfamilien- oder Mehrfamilienhaus wohnt:

Einbruchszahlen im Einfamilienhaus
Einbruchszahlen im Mehrfamilienhaus
Zusammengefasst sind alle nach außen führenden Türen und alle von außen leicht erreichbaren Fenster die bevorzugte Einstiegsstelle in ein Haus oder Wohnung.

4. Wie überwinden Einbrecher Fenster und Türen?

Wer sich jetzt einen typischen Einbrecher á la James Bond mit Glasschneider vorstellt, der irrt. Nur 0,3 % sind entsprechend ausgerüstet.

77% aller Einbrüche passieren durch das Aufhebeln der Fenster. Und das in nur 8 Sekunden! Da es nahezu lautlos über die Bühne geht, bleibt der Einbruch von Bewohnern meist unbemerkt – in einem Dumb Home 😉

Eine seltene Technik ist wegen der Verletzungsgefahr der Glasdurchbruch. Bei 12 % der Einbrüche zerschlagen die Täter eine Glasscheibe und entriegeln anschließend die Tür oder das Fenster.

5. Wie kann man sich vor Einbrüchen schützen?

Bei der Sicherungstechnik gilt mechanische und elektronische Maßnahmen zu kombinieren. Denn alles was ich verschließen kann, kann ich auch wieder öffnen. Jede mechanische Sicherung kommt an seine Grenze. Deshalb ist die Ergänzung um elektronische Maßnahmen wie ein intelligentes Sicherheitssystem mit Präsenzmelder, Fensterkontakte, usw. wichtig.

 

Was heißt mechanische Sicherungstechnik?

Mechanische Sicherungen dienen dazu den Einbruch zu verhindern. Beispiele hierfür sind:

  • Fenster und Türen mit Widerstandsklasse: Je höher die Widerstandsklasse, desto länger benötigt der Täter und desto professionelleres Werkzeug ist notwendig.
  • Pilzzapfenverriegelung bei Fenstern: leistet Widerstand beim Versuch das Fenster aufzuhebeln.
  • Verriegelungspunkte bei Fenstern: je mehr Verriegelungspunkte ein Fenster aufweist, desto sicherer sind sie gegenüber Aufhebeln und Aufbrechen.
  • sperrbare Fenstergriffe: um ein Entriegeln von außen nicht zu ermöglichen
  • durchwurfhemmendes Glas: verhindert das Durchdringen von geworfenen oder geschleuderten Gegenständen.
  • Fenstergitter: insbesondere für Kellerfenster und Fenster, die häufig gekippt sind

Tipps für eine sichere Haustüre
Bei Einbrüchen über die Haustüren werden meistens die Schließzylinder angegriffen. Beachten Sie, dass der Zylinder eben mit dem Beschlag abschließt und es auf die Qualität ankommt. Ein sicherer Zylinder besteht aus mehreren Teilen und hochwertigem Material und ist so aufbruch- und aufbohrsicher.

Das Loxone Smart Home
als elektronische Sicherungstechnik

Leben im Loxone Smart Home ist wie Fliegen mit Autopilot. Das intelligente Zuhause nimmt Ihnen zahlreiche Aufgaben ab, wie auch das Thema Sicherheit. Mithilfe von Präsenzmeldern, Fensterkontakten oder z.B. Glasbruchsensoren (je nach gewünschter Sicherheitsstufe) bewacht das Loxone Smart Home ihr Hab und Gut. Kommt es zu einem Einbruch, registriert dies Ihr Zuhause und vertreibt den ungebetenen Gast mit blinkendem Licht, lauter Musik, usw. Das Loxone Smart Home als Sicherungstechnik kann auch bei Renovierungs- und Sanierungsprojekten eingesetzt werden.
Im Loxone Smart Home bewacht der Loxone Miniserver als zentrales Herzstück Ihr Zuhause mithilfe von Präsenzmeldern, Fensterkontakten oder z.B. Glasbruchsensoren (je nach gewünschter Sicherheitsstufe). Kommt es zu einem Einbruch, registriert dies der Miniserver und vertreibt den ungebetenen Gast mit blinkendem Licht, lauter Musik, usw. Das Loxone Smart Home als Sicherungstechnik kann auch bei Renovierungs- und Sanierungsprojekten eingesetzt werden.

3 Alarmstufen im Loxone Smart Home

Viele Haus- und Wohnungsbesitzer vermuten zahlreiche Fehlalarme bei elektronischen Sicherungstechniken. Nicht im Loxone Smart Home. Um einen Fehleralarm auszuschließen, können Sie definieren, dass mindestens zwei Melder innerhalb eines definierten Zeitraums einen Eindringling registrieren müssen. Erst dann wird der Alarm ausgelöst. Zusätzlich gibt es im Loxone Smart Home drei Alarmstufen:

  • Stiller Alarm: Anruf auf Ihrem Smartphone, Außenbeleuchtung geht an
  • Akustischer Alarm: Ihr Loxone Music Server spielt auf voller Lautstärke
  • Optischer Alarm: Jalousien fahren hoch, blinkendes Licht. Das Loxone Smart Home wird durchsichtig und Nachbarn werden aufmerksam.

4 weitere Sicherheitsfeatures im Loxone Smart Home

Das Loxone Smart Home ist top gegen Eindringlinge gewappnet. Hier vier weitere Sicherheitsfeatures:

1. Die Paniktaste
Sie haben das Gefühl, es befindet sich jemand im Haus? Drücken Sie die Taste neben Ihrem Bett und lösen Sie Alarm aus: grell blinkendes Licht, Jalousien hoch und Licht an.

2. Alarmzonen
Sie können in Ihrem Loxone Smart Home beliebig viele Alarmzonen definieren:

  • je nach Stockwerk: Keller, Erdgeschoss,…
  • Außenbereich: Sind Sie zu Hause, soll nur die “Außenhaut” bewacht werden, d.h. Fensterkontakte, Glasbruchsensoren oder Präsenzmelder um die Außenbeleuchtung einzuschalten und Einbrecher abzuschrecken. Im Inneren des Hauses können Sie sich frei bewegen.
  • Komplettschutz: Sind Sie nicht zu Hause, soll auch der Innenbereich überwacht werden.

3. Anwesenheitssimulation
Die Anzahl der Einbrüche zu Zeiten, in denen die Bewohner zu Hause sind, gehen zurück. Mit der Loxone Anwesenheitssimulation täuscht das Loxone Smart Home Ihre Anwesenheit vor. Das System lernt ihre Lebensgewohnheiten kennen und schaltet Beleuchtung, Beschattung,… so als ob Sie zu Hause wären. Nicht einmal Ihr Nachbar wird merken, dass Sie im Urlaub sind 😉

4. Alarm automatisch aktiv
Verlassen Sie das Haus, schaltet das Loxone Smart Home nach einer kurzen Verzögerungszeit automatisch auf Sicherheitsmodus um. Zusätzlich werden alle Stromfresser ausgeschalten und so Strom gespart.Dass Sicherungstechniken, mechanisch und elektronisch, Ihre Wirkung zeigen, beweisen Zahlen aus Bayern. Dort gab es im Jahr 2014 insgesamt 2.326 gescheiterte Einbruchsversuche – aufgrund von Sicherungstechniken.

Sollte es im Falle eines Einbruchs zu einer Begegnung mit dem Täter kommen, bleibt nur eine und für uns auch die letzte Frage…

6. Wie verhält man sich bei einer
Konfrontation mit dem Täter?

Generell gilt es jegliche Konfrontationen mit dem Täter zu vermeiden. Sollten Sie jemanden im Haus bemerken oder auf den Täter treffen, gilt es folgende Regeln zu beachten:

  • machen Sie sich bemerkbar und geben Sie Signale der Anwesenheit (zB durch Drücken der Paniktaste)
  • erwecken Sie den Eindruck, dass mehrere Personen im Haus sind (zB durch Rufe wie „Hans, bist du es?“)
  • halten Sie die Fluchtwege für den Einbrecher frei und ermöglichen Sie dem Täter die Flucht
  • Spielen Sie keinen Helden
  • Stellen Sie einen Einbruch fest, rufen Sie die Polizei und warten Sie außerhalb des Hauses oder der Wohnung, bis diese eintrifft.

Soweit sollte es natürlich nicht kommen. Kontaktieren Sie jetzt Ihren Loxone Partner und machen Sie Ihr
Zuhause sicherer! Ihr Loxone Partner berät Sie gerne!

 

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