Studie belegt: Räume im Sommer um bis zu 9°C kühler dank intelligenter Beschattung

Lesedauer
Datum

5 Minuten
17. Oktober 2019

Eine Studie der TU Graz hat ergeben, dass Sie die Raumtemperatur in einem Smart Home durch die intelligente Kombination von Automatikbeschattung und Lüftungssteuerung um bis zu 9°C kühler halten können. Ohne Klimaanlage! Ausgestattet war das Versuchshaus mit Loxone.

Wenn draußen die Hitzewelle wütet, ist es ohne Klimaanlage fast unmöglich die Temperaturen im Haus auf einem erträglichen Maß zu halten. Das ist zumindest die landläufige Meinung. Eine vom Labor für Bauphysik der TU Graz durchgeführte Studie kommt nun zu einem ganz anderen Ergebnis:

Mit einer smarten Kombination von Lüftung und Beschattung ist es unter den zugrunde gelegten Randbedingungen möglich, die Raumerwärmung des Smart Home Versuchshauses um bis zu 9°C zu reduzieren – und das ohne aktive Kühlenergie.

Selina Vavrik-Kirchsteiger

Studienleiterin und Expertin im Bereich Forschung und Entwicklung

Also einfach Rollläden runter und gut? Nicht ganz. Die Wissenschaftler sind sich sicher: “Die Steuerung der Beschattung durch ein gutes Smart Home-System zeigt deutliche Vorteile gegenüber einer rein manuellen Steuerung.”

Bei ganztägig komplett geschlossener Beschattung herrschen im Schnitt höhere Temperaturen als bei optimiert gesteuerter, automatischer Beschattung. Der Grund dafür ist, dass eine dauerhaft – also auch nachts – geschlossene Beschattung sowohl die Wärmeabgabe an den kühlen Nachthimmel, als auch ein effizientes Lüften verhindert.

Für ein optimales Ergebnis ist “eine Einbindung auch der Lüftung […] in ein Smart Home-System […] sehr vorteilhaft.” Sie trägt zu einem effizienten Lüften in der Nacht bei, um so bestmöglich von den niedrigeren Außentemperaturen zu profitieren.

Wenn draußen die Hitzewelle wütet, ist es ohne Klimaanlage fast unmöglich die Temperaturen im Haus auf einem erträglichen Maß zu halten. Das ist zumindest die landläufige Meinung. Eine vom Labor für Bauphysik der TU Graz durchgeführte Studie kommt nun zu einem ganz anderen Ergebnis: Mit einer smarten Kombination von Lüftung und Beschattung ist es unter den zugrunde gelegten Randbedingungen möglich, die Raumerwärmung des Smart Home Versuchshauses um bis zu 9°C zu reduzieren – und das ohne aktive Kühlenergie.“ fasst Studienleiterin und Expertin im Bereich Forschung und Entwicklung Selina Vavrik-Kirchsteiger, zusammen.

Also einfach Rollläden runter und gut? Nicht ganz. Die Wissenschaftler sind sich sicher: “Die Steuerung der Beschattung durch ein gutes Smart Home-System zeigt deutliche Vorteile gegenüber einer rein manuellen Steuerung.”

Bei ganztägig komplett geschlossener Beschattung herrschen im Schnitt höhere Temperaturen als bei optimiert gesteuerter, automatischer Beschattung. Der Grund dafür ist, dass eine dauerhaft – also auch nachts – geschlossene Beschattung sowohl die Wärmeabgabe an den kühlen Nachthimmel, als auch ein effizientes Lüften verhindert.

Für ein optimales Ergebnis ist “eine Einbindung auch der Lüftung […] in ein Smart Home-System […] sehr vorteilhaft.” Sie trägt zu einem effizienten Lüften in der Nacht bei, um so bestmöglich von den niedrigeren Außentemperaturen zu profitieren.

Wie sich die Raumtemperatur an einem heißen Sommertag in einem Smart Home im Vergleich mit einem konventionellen Zuhause entwickelt, zeigt dieses Video:

TIPP:
Lüften Sie nur
zum richtigen
Zeitpunkt!

“Problematisch ist […] das Lüften bei teilweise hohen Außentemperaturen […]. Dies kann […] durch das Gefühl der höheren Verdunstung bei spürbarem Luftzug subjektiv kurzfristig Vorteile bringen, erwärmt aber langfristig die Räume. Hier sollte möglichst nur in den kühleren Abend- Nacht- und Morgenstunden gelüftet werden und tagsüber eher ein Ventilator eingesetzt werden.”

Auch ohne automatisches Lüftungssystem kann Ihr Smart Home Sie beim richtigen Lüften unterstützen, indem es Sie bei geöffneten Fenstern und ungünstigen Verhältnissen darüber informiert, das Fenster besser zu schließen.

TIPP: Lüften Sie nur zum richtigen Zeitpunkt!

“Problematisch ist […] das Lüften bei teilweise hohen Außentemperaturen […]. Dies kann […] durch das Gefühl der höheren Verdunstung bei spürbarem Luftzug subjektiv kurzfristig Vorteile bringen, erwärmt aber langfristig die Räume. Hier sollte möglichst nur in den kühleren Abend- Nacht- und Morgenstunden gelüftet werden und tagsüber eher ein Ventilator eingesetzt werden.”

Auch ohne automatisches Lüftungssystem kann Ihr Smart Home Sie beim richtigen Lüften unterstützen, indem es Sie bei geöffneten Fenstern und ungünstigen Verhältnissen darüber informiert, das Fenster besser zu schließen.

Bis zu 80% der eingestrahlten
Sonnenenergie können geblockt werden

“Eine gut geplante, gut abgestimmte und gut ausgeführte Beschattung kann wesentlich zum Komfort, aber auch zur Energieverbrauchsminderung beitragen.” Bis zu 80% der eingestrahlten Sonnenenergie eines heißen Sommertages können durch eine automatische Beschattung geblockt werden.

Zukünftig könnte das Thema Beschattung noch wichtiger werden.

“Im Zuge des Klimawandels ist davon auszugehen, dass der Beschattung von Häusern und Wohnungen eine immer relevantere Bedeutung zukommen wird. In Kombination mit einer guten Steuerung, in die weitere Komponenten wie Heizung und Lüftung bis hin zur Beleuchtung integriert sind, kann die Wirksamkeit weiter gesteigert werden”

Automatikbeschattung –
auch in Frühling, Herbst und Winter sinnvoll

Die Studie beschäftigt sich nicht nur mit der Situation im Sommer. Die Wissenschaftler untersuchten auch die Gegebenheiten im Winter und den “Übergangszeiten”. Das Ergebnis: Auch dann hat eine automatische Beschattung positive Auswirkungen auf das Raumklima. Und auf die Energieeffizienz.

Im Winter: “Das Wissen, dass Beschattung auch im Winter wirkungsvoll zu Komfort und Energieverbrauchsminderung beitragen kann, ist leider zu wenig verbreitet.” 

Als eine Art “Wärmedeckel”, kann die Beschattung die nächtliche Wärmeangabe des Hauses über Glasflächen mindern, indem sie als zusätzliche Dämmschicht zwischen warmem “Innen” und kaltem “Außen” dient.

In der Übergangszeit: Je nach Wetterlage sollte die Beschattung zur Vermeidung von Überwärmung am Tag bzw. der Nachtauskühlung (als „Wärmedeckel“) dienen. “Besonders in dieser Übergangszeit kann eine gute Smart Home Steuerung wirksam zum Ziel der Minimierung des Energieverbrauchs bei gleichzeitiger Optimierung des Komforts für die Nutzer beitragen.”

9°C kühleres Zuhause beim Vergleich automatischer Beschattung gegenüber manueller Beschattung

Konkrete Ergebnisse der Studie

Ausgehend vom Vergleichswert für ein konventionelles Zuhause im August, haben wir nachfolgend einige konkrete Ergebnisse der Studie für Sie aufbereitet (Beschattung ab 1 W/m²):

Automatische Beschattung
ohne Lüftung

Automatische Beschattung (optimale Helligkeit) &
automatische Lüftung

Automatische Beschattung (optimale Kühlung) &
automatische Lüftung

Eine komplett geschlossene Beschattung sollte, zumindest tagsüber und bei Anwesenheit, nur die Ausnahme sein. Spricht man im Zusammenhang mit der Beschattung von Komfort geht es um mehr als die empfundene Temperatur. Für das Wohlbefinden ist bspw. auch ein optimales Tageslichtmanagement wichtig. “Auf die Lichtverhältnisse im Innenraum ist jedenfalls bei Anwesenheit […] zu achten. So sollte bei Anwesenheit jedenfalls keine “Höhlenforscheridylle“ herrschen.”

Ihr Komplettpaket für eine smarte Beschattung

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– Special Tip –

Das smarte Beschattungskonzept von Loxone


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