Loxone im Gewerbe: Kletterhalle O’BLOC

Lesedauer
Datum

5 Minuten
4. Juni 2021

Die Berner Kletter- und Boulderhalle O’BLOC gehört zu den höchsten Kletterhallen Europas. Der Loxone Miniserver hilft dabei, dass die Sportler hier immer beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tour vorfinden. Von der intelligenten Ansteuerung von Toren und Fenstern in Abhängigkeit von Temperatur und Feinstaubgehalt der Luft, bis zur energieeffizienten Aufbereitung des Warmwassers für die Duschen.

Was wurde umgesetzt?

Lüftungssteuerung in Abhängigkeit der Feinstaubbelastung
Miniserver (analoger Eingang)

Um einen sicheren Griff zu garantieren, nutzen viele Kletterer Magnesiumpulver. Was dem einzelnen beim Klettern hilft, kann in einer großen Kletterhalle mit vielen Besuchern zum Problem werden, weil übermäßig viel Magnesiumstaub die Luft belastet.

Das O’BLOC verfügt deshalb über ein Feinstaubmessgerät. In diesem saugt ein Ventilator Luft durch einen Kanal, in dem ein Sensor die Staubpartikel “zählt” und das Ergebnis als Milliampere Signal ausgibt. 2mA entsprechen keiner, 20mA einer hohen Staubbelastung.

Ist der Wert zu hoch, sollen die elektrischen Tore und Fenster geöffnet werden, um die Feinstaubbelastung zu senken. Hierzu “übersetzt” ein Konverter den Messwert des Sensors in ein 0-10V Signal, welches vom Miniserver verarbeitet werden kann.

Fakten­check

Land:
Schweiz


Location:
Kletter- und Boulderhalle «O’BLOC» in Bern (Ostermundigen)


Fläche Gebäude:
1.820 qm


Loxone Partner:
Gerber AG


Steuerung:
1x Miniserver

Fakten­check

Land:
Schweiz


Location:
Kletter- und Boulderhalle «O’BLOC» in Bern (Ostermundigen)


Fläche Gebäude:
1.820 qm


Loxone Partner:
Gerber AG 


Steuerung:
1x Miniserver

Was wurde umgesetzt?

Lüftungssteuerung in Abhängigkeit der Feinstaubbelastung
Miniserver (analoger Eingang)

Um einen sicheren Griff zu garantieren, nutzen viele Kletterer Magnesiumpulver. Was dem einzelnen beim Klettern hilft, kann in einer großen Kletterhalle mit vielen Besuchern zum Problem werden, weil übermäßig viel Magnesiumstaub die Luft belastet.

Das O’BLOC verfügt deshalb über ein Feinstaubmessgerät. In diesem saugt ein Ventilator Luft durch einen Kanal, in dem ein Sensor die Staubpartikel “zählt” und das Ergebnis als Milliampere Signal ausgibt. 2mA entsprechen keiner, 20mA einer hohen Staubbelastung.

Ist der Wert zu hoch, sollen die elektrischen Tore und Fenster geöffnet werden, um die Feinstaubbelastung zu senken. Hierzu “übersetzt” ein Konverter den Messwert des Sensors in ein 0-10V Signal, welches vom Miniserver verarbeitet werden kann.

Temperatursteuerung
Touch Tree, Raumklima Sensor Air, Shading Actuator Air

Die Temperatur und Luftfeuchte in der Kletter- und Boulderhalle wird an verschiedenen Stellen von insgesamt acht Touches und mehreren Raumklima Sensoren Air gemessen.

Überschreiten Temperatur oder Luftfeuchte einen gewissen Sollwert, werden in Abhängigkeit von Aussentemperatur und Witterung verschiedene Fenster und Tore geöffnet. Insgesamt wurden mehrere mögliche “Lüftungsszenarien” hinterlegt. Regnet es beispielsweise, bleiben die Dachfenster – und in Abhängigkeit der Windrichtung auch die dem Regen zugewandten Fenster geschlossen. Als “Ersatz” für gesperrte Fenster und Dachfenster werden Lüftungsklappen geöffnet, die via Shading Actuator Air in das System integriert wurden.

Die Schwellwerte können von den O’BLOC Mitarbeitern per App jederzeit individuell angepasst werden.

Ansteuerung von Toren und Fenstern
Nano IO Air, Multi Extension Air

Das O’BLOC verfügt über mehrere große Rolltore und Fenster, die elektrisch angesteuert werden können.

Die Rolltore sind standardmäßig nur für Komplettfahrten (ganz auf / ganz ab) konzipiert. Da sie im O’BLOC aber zur Regelung der Temperatur und Luftfeuchte bzw. der Luftqualität eingesetzt werden, war es wichtig, diese auch nur teilweise öffnen zu können. Dies wurde durch den Einsatz von Nano IO Airs erreicht. Diese erlauben nicht nur eine intelligente Integration in die Gebäudesteuerung, sondern ermöglichen auch Teilfahrten, indem die Fahrzeiten individuell festgelegt werden können.

Die Fenster werden im O’BLOC ebenfalls per Nano IO Air bzw. Multi Extension Air gesteuert und sind aus Sicherheitsgründen laserüberwacht. Befindet sich ein Kletterer im Bewegungsradius des Fensters, wird dieses gesperrt. Hierzu wurde der Laser via digitale Kontakte (Impuls bei Unterbruch) in die Gebäudesteuerung integriert. Der Status der Fenster wird mit einfachen Magnetkontakten und über digitale Eingänge überwacht.

Lastmanagement und Integration der PV-Anlage
Miniserver (Netzwerkschnittstelle)

Das O’BLOC verfügt über eine 97 kWp PV-Anlage, die via Netzwerkschnittstelle der Wechselrichter in das Loxone System integriert ist.

Da der Energieversorger eine maximale Einspeisung von 33 kWp vorsieht, ist das Lastmanagement der großen Anlage besonders wichtig. Überschreitet die Abgabe diesen Wert, erhöht das System in mehreren Stufen gezielt den Eigenverbrauch.

  1. Laden von insgesamt vier “Second Use” Nissan Leaf Batterien mit 90 kWh Kapazität und 40 kW Leistung.
  2. Aufbereiten des Warmwassers für die Duschen des O’BLOC durch den 40 kW Heizeinsatz des 5.000 L Warmwasserboilers – angesteuert via Relay Extension.
  3. Laden der Akkus mehrerer elektrischer Hebebühnen, welche zum Einsatz kommen um die Kletterrouten zu ändern.

Reicht dies nicht aus, werden die Wechselrichter der Anlage der Reihen nach auf 50% gedrosselt – beginnend mit dem Wechselrichter, der aktuell am meisten Strom produziert. Reicht auch das nicht aus, werden alle Wechselrichter auf 25% gedrosselt.

Zusätzlich werden die Wechselrichter im O’BLOC vollautomatisch hinsichtlich etwaiger Störungen überwacht. Ein Service, den sonst ein externer und kostenpflichtiger Dienstleister übernimmt. Produziert ein Wechselrichter weniger als 100 kWh/Tag, kann von einer Störung ausgegangen werden. Die relevanten Personen werden dann via Push-Notification bzw. E-Mail informiert.

Und vieles mehr

  • Beleuchtungsteuerung (DALI) in Abhängigkeit von Tageslicht, Betriebszeit und Anwesenheit
  • Temperaturüberwachung von Kühlschränken und Gefriertruhen im Gastro-Bereich bzw. des Technikraums inkl. Push-Benachrichtigung an die Besitzer
  • Überwachung der Lüftungsanlage in den Feuchträumen hinsichtlich Störungen
  • anwesenheitsgesteuerte Aktivierung und Deaktivierung der Kaffeemaschine
  • übersichtliche Visualisierung via Anlagenschema
  • …und vieles mehr.

Das sagen Kunde & Partner über das Projekt

 

Neben allen technischen Wünschen und Herausforderungen war es in diesem Projekt ein großes Ziel, dass die Mitarbeiter sich eben nicht um die Technik kümmern müssen, sondern sich voll und ganz auf die Gäste konzentrieren können. Das ist uns gut gelungen.

Markus Streit

Projektleiter für Energie und Automation, Gerber AG

Impressionen der Kletterhalle O’BLOC

 

© Bilder: o’bloc AG

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