Praxisbeispiel: Loxone Besitzer senkt Heizkosten um 50%

Lesedauer
Datum

5 Minuten
10. Dezember 2019

Hand auf’s Herz: Auch in Ihrem Zuhause steckt wahrscheinlich noch jede Menge Energiesparpotential. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf die Heizung gelegt werden. Laut statistischem Bundesamt gehen ca. 80% des realen Energieverbrauchs auf die Raumheizung und Warmwasserbereitung zurück. Anhand dieses Praxisbeispiels zeigen wir Ihnen, wie Sie diesen Energiefresser zügeln und mit einfachsten Mitteln bis zu 50% Kosten für Raumwärme einsparen können.

Die Rahmenbedingungen

Beim Beispielobjekt handelt es sich um ein Einfamilienhaus-Altbau in der Ostschweiz. 192m² erstrecken sich auf insgesamt drei Etagen. Als klassisches Nachrüst-Projekt verwandelt der Hausherr sein konventionelles Zuhause step-by-step in ein Loxone Smart Home. Einer der wichtigsten Aspekte dabei: Energieeinsparung.

Da ca. 80% des Energieverbrauchs auf die Raumheizung und Warmwasserbereitung entfallen lag der Fokus deshalb zunächst auf der Heizung. Eine Gasheizung übernimmt den Betrieb der Radiatoren und die Warmwasserbereitung des Hauses. Die Kosten für deren Betrieb lagen im Jahr 2013 bei ca. CHF 3’000.-

Durchschnittlich entfallen ca. 80% davon auf den Betrieb der Heizung. 20% entstehen durch die Warmwasserbereitung zum duschen, spülen, etc.

Ausgehend von dieser Annahme ergeben sich folgende Werte:

Gesamtkosten Gas:
100% 
CHF 3’000.-

davon Heizung:
80%
CHF 2’400.-

und Warmwasser:
20%
CHF 600.-

Wenig Kosten – viel Ersparnis

Im Bereich der Heizungssteuerung konnte der Hausherr bereits mit sehr einfachen Mitteln eine deutliche Kosternersparnis erreichen. Die Liste der speziell zur Einzelraumregelung verwendeten Hardware ist kurz:

Zusätzlich wurden in der Loxone Config einige einfache Logiken definiert:

    • Das Einfamilienhaus verfügt über ein grosses, offenes Treppenhaus. Die Türkontakte registrieren, sobald eine der inneliegenden Türen für mehr als 15 Minuten geöffnet ist. Die Heizung im jeweiligen Raum fährt dann automatisch runter. Den Versuch das Treppenhaus zusätzlich zum Raum mit zu heizen, würde jeder Radiator sehr energieaufwändig verlieren.
    • Wird ein Fenster im Raum geöffnet fährt der entsprechende Heizkörper ebenfalls runter. Das verhindert ein “aus dem Fenster heizen”.
    • Der vermutlich wichtigste Aspekt: Für alle Räume wurde uhrzeitabhängig eine bestimmte Wohlfühltemperatur definiert. Ist niemand Zuhause muss nicht geheizt werden. Montag bis Freitag von 8:00 bis 17:00 Uhr bleibt die Heizung deshalb aus.

Bereits diese einfachen Regeln führen zu einer Senkung der Heizkosten. Die intelligente Heizungssteuerung made by Loxone ist jedoch hochintelligent und trägt noch weit mehr zur Heizkostensenkung bei. Ohne dass der Hausherr etwas dafür tun müsste.

Sie sorgt dafür, dass die jeweilige Wunschtemperatur im Raum so energieeffizient wie möglich erreicht wird. Sie weiss genau wann sie beginnen muss zu heizen, um die jeweilige Wohlfühltemperatur zum richtigen Zeitpunkt zu erreichen und lernt dabei ständig dazu.

Ist die gewünschte Temperatur erreicht wird sie anschliessend sehr konstant gehalten. Die so genannte Hysterese wird auf ein Minimum reduziert. Dabei handelt es sich um Temperaturschwankung deren Ausgleich sehr energieintensiv ist.

Das wurde gespart

Durch diese einfachen Mittel ist es dem Hausherrn gelungen, die Gaskosten für 2014 im Vergleich zu 2013 um CHF 1’600.- zu senken.

Da seitens Loxone nicht in die Warmwasserbereitung eingegriffen wurde, lässt sich davon ausgehen, dass diese Ersparnis allein im Bereich der Raumwärme erzielt werden konnte.

Daraus ergibt sich folgende Berechnung:

 

Gesamtkosten Heizung ’13: CHF 2’400.-
./. Ersparnis Gaskosten Heizung ’14: CHF 1’600.-
= Gaskosten Heizung ’14: CHF 800.-

Bei bisher CHF 2’400.- für den Betrieb der Heizung entspricht das einer Ersparnis von satten 66%!

Witterungsbereinigung

Der jährliche Energieverbrauch für Raumwärme ist stark von der Witterung abhängig. Ein warmes Jahr 2014 hat sicherlich seinen Teil zu dieser Ersparnis beigetragen. Es war mit durchschnittlich 10.7 °C deutlich wärmer als das Jahr 2013 mit durchschnittlich 9.3 °C (Quelle: Schweizer Bundesamt für Energie). Um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, müssen die Werte deshalb bereinigt werden.

 

  Heizkosten Korrekturfaktor Bereinigter Wert
2013: CHF 2’400.- 1.042 CHF 2’303.-
2014: CHF   800.- 0.776 CHF 1’031.-

 

Witterungsbereinigt lässt sich somit eine Ersparnis im Bereich der Heizkosten von 55% feststellen.

Wir danken dem Hausherren herzlich für das offenlegen seiner Daten und den Einblick in sein Zuhause.

Auch wenn die Erhebung der Daten bereits eine Weile zurück liegt, beweist dieses Praxisbeispiel eindrucksvoll, welche Energiesparpotentiale dank smarter Technologie in Ihrem Zuhause oder Gewerbeobjekt nutzbar gemacht werden können. Ein Aspekt, der heute – aufgrund steigernder Energiekosten und eines sensibilisierten Umweltbewusstseins – vielleicht sogar noch wichtiger ist als 2014.  

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