Intelligente Lüftungssteuerung im Smart Home

Florian Woess
14. Juli 2016 IN Know How
Ein erwachsener Mensch atmet täglich bis zu 10.000 Liter Luft ein und aus. Frische Luft ist dabei nicht nur für unser Wohlbefinden wichtig, sondern verhindert auch Schäden an der Bausubstanz wie zB. Schimmel, der durch eine andauernd hohe Luftfeuchtigkeit entstehen kann. Vor allem in modernen Neubauten mit starker Isolierung durch Vollwärmeschutz und Mehrfachverglasung ist der Luftaustausch wichtig und hier kommen immer öfter Wohnraumlüftungen zum Einsatz.

In diesem Blog klären wir über die Vorteile eine Wohnraumlüftung auf und zeigen Ihnen wie Sie dank der Integration der Lüftung in das Smart Home ein neues Level am Komfort erreichen. Außerdem werfen wir einen Blick auf unsere Praxisbeispiele aus dem Loxone Showhome, dem Loxone Basecamp und auch aus meinen eigenen vier Wänden.

Warum eine Wohnraumlüftung?


Durch den ständigen Luftaustausch und der Versorgung mit frischer Luft bietet eine Wohnraumlüftung einige Vorteile:

  • Schutz vor Wärmeverlust: beim Einsatz einer Wohnraumlüftung, die üblicherweise auch mit einem Wärmetauscher ausgestattet ist, bleibt die Wärme auch bei kalten Tagen während des Luftaustausches im Haus.

  • Bessere Konzentration: Schlechte Luft verursacht Kopfschmerzen und hemmt die Konzentrationsfähigkeit.

  • Schutz der Bausubstanz: Verbrauchte Luft und Feuchtigkeit müssen vor allem in gut gedämmten Gebäuden gezielt abgeführt werden um vor Schimmel zu schützen.

  • Schutz vor Staub und Pollen: Wohnraumlüftungen bieten spezielle Filter für Feinstaub und Blütenpollen speziell für Allergiker.

  • Schutz vor Lärm: Beim Einsatz einer Wohnraumlüftung bleibt das Fenster geschlossen und innen bleibt es ruhiger.

  • Schutz vor Einbruch: 77% der Einbrüche im Einfamilienhaus werden durch Fenster bzw. Balkontür verübt (mehr dazu hier). Bleibt das Fenster geschlossen sorgen Sie auch für mehr Sicherheit.


Steuerung der Lüftungsanlagen


Bei Wohnraumlüftungen unterscheidet man im Wesentlichen zwischen zentralen und dezentralen Lüftungsanlagen. Zentrale Lüftungsanlagen sitzen meist im Technikraum mit Lüftungskanälen in die einzelnen Räumen. Zu- und Abluft sowie der Wärmetausch erfolgen zentral bei der Lüftungsanlage.

Dezentrale Lüftungen sitzen in den einzelnen Räumen mit eigenen Zu- und Ablüftkanälen nach außen.

Üblicherweise werden die Lüftungsanlagen direkt am Gerät oder durch Steuergeräte in den einzelnen Räumen geregelt. Dabei werden Faktoren wie die tatsächliche Luftqualität, Luftfeuchtigkeit, Wetter oder Anwesenheit ignoriert. Hier kommt der Loxone Minsierver ins Spiel, der mithilfe von verschiedenen Sensoren die Räume genau kennt und so die Lüftung gezielt steuern kann damit Sie maximalen Komfort genießen.

Intelligente Lüftungssteuerung mit Loxone


Wird die Lüftung mit Loxone gesteuert ergeben sich eine ganze Reihe praktischer Anwendungsmöglichkeiten zur vollautomatischen Lüftungssteuerung per Autopilot – ohne einen Handgriff:

Lueften nach Anwesenheit

Nach Anwesenheit


Je mehr man sich im Raum aufhält, desto mehr wird gelüftet.

Lueften nach Luftfeuchtigkeit

Nach Luftfeuchtigkeit


Die Lüftung bleibt solange automatisch aktiv, bis die Feuchtigkeit passt. Praktisch vor allem im Bad.

Lueften nach CO2 Gehalt

Nach CO2 Gehalt


Ein hoher CO2 Gehalt verursacht Kopfschmerzen.

Lueften nach Zeit

Nach Zeit


Definieren Sie fixe Zeitfenster, in denen die Lüftung aktiv sein soll.

Lueften nach Temperatur

Nach Temperatur


Bei Lüftungsanlagen mit integriertem Heiz- und Kühlregister übernimmt Loxone die Einzelraumregelung.

In all diesen Szenarien ist eine manuelle Lüftungssteuerung nicht mehr nötig und in jedem Fall wird gezielt gelüftet. Möchten Sie trotzdem eingreifen können Sie dies jederzeit zB. per Taster oder mit dem Smartphone erledigen – auch aus der Ferne.

Ein weiterer Vorteil: Wird die Lüftungsanlage in Ihr Loxone Smart Home integriert und liefert diese die entsprechende Information, kann Sie Ihr Smart Home bei Störfällen der Lüftungsanlage informieren – zB. per E-Mail oder Push-Notification.

Soviel zur Theorie – wir selbst haben uns auch bei unseren eigenen Projekten intensiv mit dem Thema Lüftungssteuerung befasst – hier Beispiele aus der Praxis:

Loxone Internorm Extension


Loxone Showhome: Lüftungssteuerung nach Anwesenheit


In unserem neuen Loxone Showhome kommen Fenster von unserem Kooperationspartner Internorm mit integrierter Lüftung zum Einsatz. Die sogenannte i-tec Lüftung ist direkt im Fensterrahmen integriert und verfügt auch über einen Wärmetauscher.

Das Showhome wird nicht ständig genutzt, gelüftet wird deshalb nach Anwesenheit, detektiert durch unsere Bewegungsmelder. Wird der Raum viel genutzt, wird dieser auch viel belüftet. So sorgt der Autopilot im Smart Home für Wohlfühlklima dank frischer Luft wenn jemand im Haus ist und spart Energie wenn niemand anwesend ist.

Lueftungssteuerung Loxone Smart Home Lueftungsauslass

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Loxone Basecamp: Lüftungssteuerung nach Luftqualität


In unserem – selbstverständlich perfekt isoliertem – Basecamp sitzen täglich bis zu 100 Loxonauten. Jeder Mensch verbraucht täglich bis zu 10.000 Liter Frischluft. Eine intelligente Lüftungssteuerung ist hier essenziell.

Schlechte Luft verursacht Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und macht müde. Die Effizienz der gesamten Mannschaft leidet darunter. Deshalb kommen bei uns im ganzen Gebäude CO2 Sensoren zum Einsatz. Der Miniserver regelt vollautomatisch die zugeführte Luftmenge auf Basis des CO2 Gehalts und sorgt dafür, dass wir alle den Kopf freihaben um uns darauf zu konzentrieren Ihnen die beste Lösung am Smart Home Markt zu liefern 😉

Die Lüftung im Basecamp trägt auch wesentlich zur Heizung & Kühlung bei. Die Luft wird im Sommer durch eine Wasserquelle – welche bei den Bauarbeiten des Basecamps zum Vorschein kam – vorgekühlt. Im Winter wird die Luft durch das Wärmeregister geheizt.

Praxisbeispiel Bad: Lüftungssteuerung nach Feuchtigkeit


Das Badezimmer in meiner Wohnung hat leider kein Fenster. Nach dem Duschen ist die Luftfeuchtigkeit natürlich enorm und das Lüften absolut notwendig um die Bausubstanz vor Schäden oder gesundheitsgefährdendem Schimmel zu schützen.

Die Lüftung in meinem Bad erfolgt durch einen einfachen Deckenlüfter, welche die Luft nach außen führt. Die Steuerung erfolgte über einen Schalter im Bad, was zur Folge hat, das auch nur dann gelüftet wurde wenn der Schalter betätigt wurde. Das führte vor allem dazu, dass im Bad entweder nicht gelüftet wurde, oder ich vergessen habe die Lüftung abzustellen.

Leider war die Nachrüstung einer Wohnraumlüftung mit Zu- und Abluft  im Bad nicht möglich – das Prinzip ist aber das gleiche: Kurzerhand habe ich den Lüfter an eine Nano I/O Air angeschlossen und das Bad mit einem Temperatur-, Feuchte & DI Sensor Air ausgestattet. Jetzt wird im Bad vollautomatisch gelüftet, solange die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Damit schütze ich nicht nur die Bausubstanz sondern spare auch etwas Energie.

Lueftungssteuerung Loxone Smart Home Lebensqualitaet


Mehr Lebensqualität durch intelligente Lüftungssteuerung


Eine Wohnraumlüftung ist vor allem im Neubau bereits zum Standard geworden und in vielen Fällen unabdingbar. Doch erst durch die Einbindung in das Loxone Smart Home können Sie das Maximum aus der Lüftung rausholen und so für perfektes Wohlfühlklima sorgen. Achten Sie deshalb bei der Auswahl von Lüftungssystemen auf offene Schnittstellen und prüfen Sie, ob sich die Lüftung in das Smart Home System integrieren lässt.

Fazit: Eine intelligent gesteuerte Lüftungsanlage sorgt für maximale Effizienz, nimmt Ihnen Arbeit ab und erhöht die Lebensqualität in den eigenen vier Wänden.

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